Lehrgangsziele

  • Weiterqualifikation von Lehrkräften in den Bereichen Fachdidaktik und Pädagogik, unter besonderer Berücksichtigung von Bildungsstandards und kompetenzorientiertem Unterricht und dem damit erforderlich konstruktiven Umgang mit Vielfalt, Kommunikation und Kooperation sowie Qualitätsevaluation und Qualitätsentwicklung des Unterrichts.

  • Unterstützung von Lehrkräften, die ihren eigenen Unterricht analysieren, reflektieren und weiterentwickeln wollen sowie schulische Innovationen durchführen und im Bereich Unterrichtsentwicklung tätig sein wollen.

  • Aufbau von Kompetenzen KollegInnen bei der Entwicklung und Umsetzung von kompetenzorientiertem Unterricht zu beraten und zu begleiten.
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Zielgruppe

Die Lehrgänge richten sich an Lehrkräfte der Grundschule sowie an Lehrkräfte die Englisch, Deutsch, Mathematik oder Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) in der Sekundarstufe unterrichten.
Weitere AdressatInnen sind MitarbeiterInnen der pädagogischen Hochschulen bzw. ReferentInnen und Lehrbeauftragte in der LehrerInnenbildung (Aus- und Weiterbildung), die den Lehrgang zur Professionalisierung sowie Weiterqualifikation und Profilbildung nutzen können.

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Didaktisches Konzept

Die Lehrgänge sind berufsbegleitend, praxisorientiert und wissenschaftsgeleitet angelegt. Den Lehrgängen liegen folgende Prinzipien zugrunde:

  • Ausgangspunkt sind die Erfahrungen und Interessen der im Beruf stehenden Lehrkräfte. Diese gilt es, in theoretischer und praktischer Hinsicht weiter zu entwickeln.

  • Die Teilnehmenden sollen ihren Lernprozess weitgehend selbst steuern, indem sie Fragestellungen aus ihrer Praxis einbringen bzw. Schwerpunkte ihrer Arbeit im Lehrgang zum Thema machen.

  • Ein wichtiger Teil der Arbeit der Lehrerkräfte findet am Ort ihrer beruflichen Tätigkeit statt.

In inhaltlicher Hinsicht wird im Lehrgang eine Integration fachdidaktischer, fachlicher, methodischer, pädagogischer und organisatorischer Fragestellungen angestrebt.

Die Lehrgänge fokussieren auf eine Auseinandersetzung mit zentralen gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklungen des Fachunterrichts in Österreich, wie zum Beispiel Bildungsstandards und kompetenzorientierter Unterricht sowie teilzentrale Reifeprüfung, und den damit verbundenen Herausforderungen etwa im Hinblick auf die immer diverser werdenden Umwelten der Schülerinnen und Schüler (soziokultureller Hintergrund, kulturelle und ethnische Herkunft, Gender). Der Lehrgang versteht sich als ein Ort, wo solche Entwicklungen analysiert, (selbst-)kritisch reflektiert, Konsequenzen konstruktiv diskutiert, theoretisch fundiert, konkretisiert, erprobt und evaluiert werden. Dabei wird der unterrichtlichen und schulischen ebenso wie der gesellschaftlichen und bildungspolitischen Relevanz des Fachunterrichts Rechnung getragen.

Zur Förderung der professionellen Kommunikation und der Verbreitung von LehrerInnenwissen dokumentieren die Teilnehmenden ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Form von schriftlichen Beiträgen.

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Umfang und Aufbau der Lehrgänge

Die viersemestrigen Universitätslehrgänge umfassen je 40 ECTS. Sie werden berufsbegleitend in Form von Pflichtseminaren, Arbeitsgemeinschaften und Praktika in Verbindung mit schriftlichen Praxisarbeiten durchgeführt.

Die Lehrgänge sind in 3–4 Module gegliedert. Jedes Modul besteht aus einem 3–6 tägigen Seminar in Verbindung mit Arbeitsgemeinschaften.

In den Seminaren werden die Inhalte in Form von Referaten und Inputs der SeminarleiterInnen bzw. von GastreferentInnen, in Gruppenarbeiten und Übungen erarbeitet und vertieft. Durch Fallbesprechungen werden Interessen und Entwicklungsarbeiten der Teilnehmenden thematisiert.

Die Arbeitsgemeinschaften werden ebenfalls durch ExpertInnen geleitet und dienen bevorzugt dem Erfahrungsaustausch, der Literaturarbeit und der Praxisreflexion.

Unter Praktikum wird eine selbstständige Entwicklungs- und Forschungsarbeit verstanden. Sie zielt darauf ab, die eigene Praxis und das eigene professionelle Handeln zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

Die Lehrveranstaltungen finden an verschiedenen Seminarorten in Österreich statt. Die Seminare und Arbeitsgemeinschaften finden überwiegend in unterrichtsfreier Zeit statt.

Die Lehrgänge werden in geschlossenen Lehrgangsgruppen mit maximal 36 Teilnehmenden geführt. Sie beginnen mit dem Wintersemester 2015/16.

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Aufnahme und Zulassung

Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt auf Basis der schriftlichen Anmeldung (online unter http://pfl.aau.at). Die InteressentInnen haben nach positivem Entscheid der Lehrgangsleitung als außerordentliche Studierende an der Universität Klagenfurt zu inskribieren.

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Abschluss und Zeugnis

Für einen erfolgreichen Abschluss der Lehrgänge sind folgende Voraussetzungen notwendig:

  • Die erfolgreiche Teilnahme an allen vorgeschriebenen Modulen.

  • Für die Pflichtveranstaltungen (Seminare und Arbeitsgemeinschaften) besteht Anwesenheitspflicht. Versäumte Lehrveranstaltungen können im Ausmaß von maximal 20% kompensiert werden. Art und Umfang der Kompensationsleistungen werden mit der Lehrgangsleitung vereinbart.

  • Aufbauend auf das Praktikum werden schriftliche Praktikumsarbeiten als Prüfungsarbeiten verfasst. Die Praktika und die Praktikumsarbeit(en) werden von Mitgliedern des Lehrgangsteams individuell betreut. Die Ergebnisse werden mündlich präsentiert und diskutiert.

Nach erfolgreicher Teilnahme an den Pflichtveranstaltungen und der positiven Beurteilung der schriftlichen Prüfungsarbeit erhalten die Teilnehmenden ein Abschlusszeugnis der Universität Klagenfurt.

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Kosten

Lehrgangsbeitrag: Der Kostenbeitrag für die Teilnehmenden beträgt EUR 140,– pro Semester, zuzüglich des ÖH Beitrages von EUR 18,70. Der überwiegende Teil der Lehrgangskosten wird vom BMBF subventioniert.

Reise und Aufenthaltskosten: Reise- und Aufenthaltskosten tragen die Teilnehmenden selber. Abgeltungen mittels Dienstreiseaufträgen stehen im Ermessen der zuständigen Dienstbehörde. Die Gewährung von Dienstreiseaufträgen wird jedoch vom BMBF empfohlen.

Ein Erlass ist in Vorbereitung.

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